Überraschungsteam zum Auftakt

TV Bittenfeld (16. Platz, 12:24 Punkte) – TSG Groß-Bieberau (6. Platz, 21:15 Punkte/Samstag, 19.30 Uhr). Der Dezember war kein guter Monat für die Bittenfelder. Mit 1:9 Punkten in Folge gingen sie in die WM-Pause. „Es wäre schöner gewesen, wenn wir gleich dagegensteuern hätten können“, sagt Günter Schweikardt, der das Traineramt von Henning Fröschle übernommen hat. „Nun freuen wir uns, dass es endlich wieder losgeht.“ Schweikardt erwartet „hochspannende Monate“. Die Fans indes verzichteten sicher gerne auf allzu großen Nervenkitzel im Abstiegskampf.
Punktgleich mit dem HC Erlangen steht der TVB auf dem Relegationsplatz, vier Zähler beträgt der Abstand auf den direkten Abstiegsplatz. Ein guter Start nach der langen Pause ist für alle Mannschaften wichtig, insbesondere jedoch für den zuletzt verunsicherten TVB. „Es steht außer Zweifel, dass uns ein erfolgreicher Start ungemein weiterhelfen würde“, sagt Schweikardt.
Der Gegner zum Auftakt ist allerdings ein ziemlich unbequemer. Aufsteiger TSG Groß-Bieberau holte aus den jüngsten acht Spielen 13:3 Punkte und dürfte den Ligaverbleib mit 21:15 Zählern so gut wie sicher haben. Die TSG war das Überraschungsteam in der Hinrunde. „Sie hatte niemand auf der Rechnung“, sagt Schweikardt. Am zweiten Spieltag schon machten die Bittenfelder schlechte Erfahrungen mit dem Neuling. Mit einer 20:35-Packung trat der TVB die Heimreise an.
Wie gut die TSG drauf ist, demonstrierte sie zuletzt in einem Vorbereitungsturnier. Der Bittenfelder Gegner setzte sich gegen die Erstligisten HSG Wetzlar, TV Großwallstadt und Balingen-Weilstetten durch. Prunkstück der TSG ist die 6:0-Abwehr vor dem Ex-Friesenheimer Keeper Felix Beck. Keine Mannschaft der 2. Liga musste in der Hinrunde weniger Gegentreffer hinnehmen. Weitere Stützen im eingespielten Team sind die Brüder Dennis Rybakov, mit 117 Treffern Dritter der Torschützenliste, im linken Rückraum und Alexej Rybakov am Kreis sowie Spielgestalter Benedikt Seeger. Schweikardt ist dennoch optimistisch, dass sein Team den ersehnten Auftaktsieg einfahren wird. „Wir haben uns so gut es geht vorbereitet“, sagt er. Die Testspiele hätten gezeigt, dass die Mannschaft an Stabilität gewonnen habe.
Bis auf Kai Häfner, der gleichzeitig mit Erstligist FA Göppingen gegen den MT Melsungen im Einsatz ist, spielt der TVB in Bestbesetzung.