Krotz verlässt den TV Bittenfeld

Zur Saison 2007/2008 war Benjamin Krotz vom insolventen SV Salamander Kornwestheim zum TV Bittenfeld gewechselt und bildete gemeinsam mit Markus Brodbeck das Torhütergespann. Nach Anlaufschwierigkeiten fand sich Krotz immer besser zurecht und stabilisierte sich nach und nach. Der 23-jährige Student stand in der Hinrunde keinesfalls, wie von vielen erwartet, im Schatten des isländischen Nationaltorhüters Björgvin Gustavsson.

„Benny hat gewaltige Fortschritte gemacht und in dieser Saison sehr gute Leistungen gezeigt“, sagt TVB-Trainer Günter Schweikardt. „Er wird uns fehlen, Bietigheim kann sich freuen.“ Am Ende der Saison läuft Krotz’ Vertrag aus. Der TVB habe großes Interesse gehabt, seinen Torhüter zu binden, sagt Schweikardt. Es seien viele Gespräche geführt worden. Letztlich hat sich Krotz aber nicht überzeugen lassen.

Die Bittenfelder müssen sich jetzt nach einem weiteren Torhüter umsehen. Björgvin Gustavsson hat noch ein Jahr Vertrag. „Er fühlt sich wohl bei uns“, sagt Schweikardt. Mit nur einem Torhüter wird der TVB aber wohl kaum in die neue Saison starten. In der Hinterhand hat er zwar noch den jungen Felix Schmidl, der momentan beim Baden-Württemberg-Oberligisten SG Pforzheim/Eutingen per Zweifachspielrecht zum Einsatz kommt. Doch auch wenn Schweikardt „sehr zufrieden“ ist mit Schmidls Entwicklung: Für den 19-Jährigen dürfte die 2. Bundesliga noch eine Nummer zu groß sein.

„Wir schauen momentan nach niemandem“, sagt Schweikardt, dem die aktuelle Situation des TVB viel wichtiger ist als die Planung der neuen Runde. Am Samstag (19.30 Uhr) kommt im ersten Spiel im neuen Jahr der starke Aufsteiger TSG Groß-Bieberau in die Gemeindehalle.

Nicht mehr für den TV Bittenfeld spielen wird in der neuen Spielzeit auch Steffen Lehle. Der 22-jährige Torhüter des Landesligateams, der auch schon Einsätze in der ersten Mannschaft hatte, wird sich anderweitig orientieren. Schweikardt hat Verständnis für Lehle. „Er will es einfach mal woanders versuchen.“ Lehle, seit 1992 beim TVB, werde sich aber weiterhin in der Jugendarbeit engagieren.

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung – Thomas Wagner