Punkte schützen vor einem frostigen Januar

HC Erlangen (16. Platz, 9:23 Punkte) – TV Bittenfeld (14. Platz, 12:20 Punkte/Samstag, 19.30 Uhr). Riesig war die Enttäuschung bei den Bittenfeldern nach der 32:33-Niederlage gegen die TSG Münster. TVB-Trainer Henning Fröschle hat einiges gesehen, was letztlich die Punkte gekostet hat. Beispielsweise die vielen Fehler im Spielaufbau. Oder, wie schon ein paar Tage zuvor in Eisenach, die dürftigen Torhüterleistungen. Oder die schwache erste und zweite Welle. „Außerdem hat uns das Spiel wieder gezeigt, dass wir gegen eine kompakte 6:0-Abwehr Probleme haben.“ Erst recht, wenn die beiden Linkshänder im Rückraum, Sebastian Seitner und Kai Häfner, einen schlechten Tag erwischen.

Nach den Frusterlebnissen in Eisenach und gegen Münster stehen für den TVB in diesem Jahr noch zwei schwere Aufgaben an. Morgen muss er bei Aufsteiger HC Erlangen antreten, am 27. Dezember geht’s nach Friesenheim. Sollte der TVB ohne Punkte bleiben, könnte er in der fünfwöchigen WM-Pause auf dem Relegationsplatz sitzen. Ein Gedanke, der Henning Fröschle logischerweise überhaupt nicht gefällt. „Wir haben’s jetzt oft genug angesprochen“, sagt er. „Ich gehe davon aus, dass jeder weiß, was auf dem Spiel steht.“

Besonders wichtig wäre es für den TVB, morgen die Punkte aus Erlangen mitzunehmen. Bei einer Niederlage verringerte sich das Polster auf den Relegationsplatz, den der Aufsteiger momentan einnimmt, auf einen Punkt. Fröschle hat großen Respekt vor den heimstarken Franken. Die gewannen zwar nur eines der vergangenen neun Spiele (24:18 gegen Oftersheim-Schwetzingen), hatten aber etliche enge Ergebnisse: 24:25 gegen die HR Ortenau, 25:27 in Bietigheim, 21:22 in Münster, 32:33 in Düsseldorf.

Große Stärke der Erlanger ist das schnelle Spiel mit vielen Wechseln und Auftakthandlungen. „Wenn sie eine Chance sehen, fackeln sie nicht lange und werfen.“ Die größte Erfahrung im jungen Team bringen Spielmacher Tobias Wannenmacher (30) und Torhüter Andreas Bayerschmidt (31) mit, der eine starke Saison spielt.

Die Bittenfelder werden bis auf Kai Häfner, der für FA Göppingen im Einsatz ist, in Bestbesetzung antreten. Also auch wieder mit Patrick Kleefeld. Der Regionalligist TSV Deizisau, bei dem Kleefeld Zweifachspielrecht hat, hat ihn freigegeben. Das hebt die Laune der Bittenfelder ein wenig. „Wir haben’s selbst in der Hand, dass die Stimmung wieder besser wird“, sagt Fröschle.

Quelle: Thomas Wagner – Waiblinger Kreiszeitung – www.zvw.de