Heimsiege alleine helfen nicht

Tuspo Obernburg (12. Platz, 9:13 Punkte) – TV Bittenfeld (14. Platz, 9:13 Punkte/Sonntag, 17 Uhr). Das 33:22 gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen war der höchste Sieg des TV Bittenfeld in der 2. Bundesliga. Der TVB hatte die wichtigen Spieler der HG im Griff: Andreas Mauer im linken Rückraum und Andreas Zellmer am Kreis. Im eigenen Spiel profitierte Bittenfeld von den überragenden Benjamin Krotz und Kai Häfner. „Oftersheim hat Kai gewähren lassen“, sagt Henning Fröschle. „Er hat den Torhüter klasse ausgeguckt.“ Der Bittenfelder Trainer will sich aber vom klaren Sieg nicht blenden lassen. „Wir haben daheim gegen den Tabellenletzten gespielt, der sich zudem noch schlecht präsentiert hat.“

In den nächsten Spielen warten auf die Bittenfelder ganz andere Gegner. „Die nächsten drei Spiele haben es in sich“, sagt Fröschle. Am Sonntag geht’s nach Obernburg, wo der TVB in beiden Auswärtsspielen in der 2. Liga leer ausging. Dann folgt mit Coburg ein weiteres Auswärtsspiel, ehe Tabellenführer HSG Düsseldorf in die Porsche-Arena kommt. Mindestens zwei Punkte wünscht sich Fröschle aus diesen drei Spielen. „Vier wären aber besser.“

Bleibt die Frage, in welchem Spiel die besten Chancen bestehen. Gemessen an der Tabelle, müsste bei den punktgleichen Obernburgern am ehesten etwas drin sein. Andererseits hat das Team von Trainer Thorsten Schmid in eigener Halle lediglich gegen die starken Hüttenberger verloren (25:33). Zuletzt holte Tuspo etwas überraschend in Coburg einen Punkt.

Gegenüber der vergangenen Saison hat sich im Kader der Obernburger nicht viel verändert. Mit Matthias Conrad (HG Oftersheim/Schwetzingen) hat Tuspo allerdings einen guten Rückraumschützen hinzubekommen, Kreisläufer Hannes Volk kam vom Erstligisten VfL Gummersbach. Weitere Stützen im Team sind die slowakischen Auswahlspieler Milos Hacko und Juraj Niznan, Martin Justus und Philipp Reuter. Hacko zählt zu den besten Torhütern der Liga. „Wenn er einen Sahnetag erwischt, wird’s ganz schwer“, sagt Fröschle. Der TVB hat mit ihm schon schlechte Erfahrungen gemacht. „Man kann ihn aber auch in Griff kriegen.“

Personell sieht’s ganz gut aus beim TVB. Ludek Drobek ist noch nicht voll belastbar, doch schon gegen Oftersheim/Schwetzingen zeigte sich, wie wichtig er ist. Mit dabei ist auch Kai Häfner, Göppingen ist spielfrei. Damit fehlt lediglich Marko Hauk.

Quelle: Waiblinger Kreiszeitung – Thomas Wagner