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Vorbericht

Eine fast unlösbare Aufgabe für den TVB

Die Kieler Zebras haben zu alter Stärke zurückgefunden und sind seit 16 Spielen ohne Niederlage / Häfner zurück im Kader

Im zweiten Spiel der englischen Woche stehen die Erstliga-Handballer des TVB 1898 Stuttgart an diesem Donnerstag (19 Uhr) vor einer schier unlösbaren Aufgabe: Der Deutsche Serienmeister THW Kiel ist ligaübergreifend seit 16 Spielen ungeschlagen und heißer Titelkandidat.

Ein klein wenig zurücklehnen durften sich die Bittenfelder nach dem wichtigen 30:26-Sieg gegen die MT Melsungen – zumal die Abstiegskonkurrenten am Wochenende ohne Erfolgserlebnis blieben.

Fünf Punkte liegt der TVB vor dem ersten Abstiegsrang. Die Chancen allerdings, dass das Team von Trainer Jürgen Schweikardt das Polster an diesem Donnerstag ausbauen wird, sind eher gering. Schließlich wartet mit dem THW Kiel ein Schwergewicht, das nach drei nicht ganz so erfolgreichen Spielzeiten zu alter Stabilität zurückgefunden hat. Lediglich zweimal musste sich das Team von Trainer Alfred Gislason in der Liga geschlagen geben, zu Beginn der Saison auswärts beim Meister SG Flensburg-Handewitt mit 25:26 und in Magdeburg (30:35). Im EHF-Pokal hat der THW mühelos die Gruppenphase erreicht, zudem steht er im Final Four des DHB-Pokals.

Die Kieler sind wieder reif für den Titel, bei zwei Pluspunkten Rückstand auf die Flensburger warten sie auf einen Ausrutscher des Tabellenführers – und dürfen sich selbst keinen erlauben. Schon gar nicht gegen den TVB. Dessen Erfolgsaussichten sind am Sonntag in Nürnberg gegen Erlangen um einiges größer. „Gegen den THW in dessen aktueller Verfassung etwas zu holen, ist ein schier unmögliches Unterfangen“, sagt der TVB-Trainer Jürgen Schweikardt. Herschenken indes möchte er nichts. Wenn sich bei hundert Spielen einmal die Chance böte, wolle sein Team parat stehen. „Aber wir müssen auch daran glauben.“ So oder so: Partien gegen Kiel seien für seine Spieler nach wie vor eine große Ehre.

Nur Fünfter wurden die Kieler in der vergangenen Saison und verpassten damit sogar die Qualifikation zur Champions League. Großes Verletzungspech und der personelle Umbruch waren dafür in erster Linie verantwortlich. Mit beiden Themen müssen sich die Zebras aktuell nicht beschäftigen, und der Kader dürfte noch eine Nuance stärker sein als im Vorjahr. Was unter anderem an einem Namen festzumachen ist: Domagoj Duvnjak, einer der weltbesten Spieler und Kopf der Kieler Mannschaft, ist verletzungsfrei. Zudem haben sich die beiden Ausnahme-Talente Nikola Bilyk und Lukas Nilsson deutlich stabilisiert.

„Kiel hat auf jeder Position Weltklassespieler“, sagt Schweikardt – und mit Niklas Landin und Andreas Wolff im Tor sowie Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek am Kreis die wohl besten Duos der Liga. Außergewöhnliche Fähigkeiten bringen außerdem unter anderem Miha Zarabec, Marko Vujin, Steffen Weinhold, Rune Dahmke und Niklas Ekberg mit.

Beim TVB wird der zuletzt angeschlagene Max Häfner wieder in den Kader zurückkehren, dafür bleiben Max Oehler und Florian Burmeister zu Hause. Damit fehlt dem TVB lediglich der an der Hand operierte Michael Kraus.
Quelle: Thomas Wagner, ZVW

Spielbericht

TVB muss sich auswärts geschlagen geben

Am heutigen Donnerstagabend traf der TVB im Auswärtsspiel gegen den THW Kiel. Ohne die Top-Torschützen der vergangenen Spiele, Kraus (Handverletzung) und Schmidt (Magen-Darm-Krankheit), unterlagen die Stuttgarter den Kielern mit 32:19.

Nachdem es in der Sparkassen-Arena anfangs technische Probleme gab, tat sich anfangs auch der THW auf dem Spielfeld schwer. Der TVB ging mit 2:0 in Führung. Bis zur zehnten Minute hielten vor allem Markotic und Schweikardt die Stuttgarter im Spiel. Erst in der elften Minute gelang dem THW die erste Führung durch den Siebenmeter-Treffer von Ekberg.
Durch einige technische Fehler auf Seiten der Stuttgarter setzte sich der THW mit seinem starken Kreisläuferspiel in der 22. Minute bis auf 12:9 ab.
Der TVB ließ lange nicht nach. Bitter sicherte sich zwei Bälle von der 7-Meter-Linie und Weiß konnte in der Offensive wichtige Rückraumwürfe verwandeln.
Doch die Kieler machten weiterhin einfache Tore über die erste Welle oder ins leer stehende Tor des TVB.
In die Halbzeitpause ging es mit einem 17:11 durch den Abschlusstreffer von Rahmel.

Auch in der zweiten Halbzeit gab es keinerlei Überraschungen. Der THW setzte sich weiter durch ein schnelles Spiel und einfache Tore ab. Bitter sicherte sich den vierten Ball vom 7-Meter-Strich und hielt den TVB noch einige Minuten im Spiel. Anschließend traf Duvnjak für den THW in der 37. Minute zum 20:13. Große Lücken in der Abwehr des TVB ermöglichten den Kielern viel Platz zum Torabschluss. Die Stuttgarter scheiterten zu oft am gut haltenden Wolff. Zehn Minuten vor Schluss führten die Rekordmeister mit 28:16 und behielten die hohe Führung bis zum Schlusspfiff. Am Ende müssen sich die Stuttgarter mit einem 32:19 geschlagen geben. Jetzt geht es darum, die heutige Niederlage schnell zu verarbeiten, damit am Sonntag der volle Fokus auf den HC Erlangen gelegt werden kann.

Die letzten Spiele

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73:92 erzielte Feldtore

43%

0:3 Siege für den TVB

0%
25:24
24:36
31:25
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