TVB auf Linksaußen weiter mit Baumbach/Lenz

Es war eine typische Baumbach-Szene: Als die Bittenfelder Spieler im letzten Saisonspiel in Saarlouis nach der Halbzeit aufs Spielfeld liefen, erhaschte der spielende Co-Trainer im Live-Ticker das Pausenresultat aus Wuppertal. Dort lag der Konkurrent um Platz zwei im Hintertreffen, der TVB dagegen in Führung und damit in diesem Moment auf dem zweiten Platz. „Auf geht’s, Hüttenberg führt“, brüllte Baumbach in die Runde und feuerte damit seine Mitspieler an.

„Jens ist sehr ehrgeizig und transportiert diesen Ehrgeiz aufs Spielfeld“, sagt Günter Schweikardt. Gerne denkt der Trainer an die Saison 2005/2006 zurück. Damals hatte Jens Baumbach großen Anteil daran, dass sich der TV Bittenfeld in der Regionalliga für die Aufstiegsrunde qualifizierte und dort den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte.

Beruflich eingespannt

Seither hat Jens Baumbach mit Verletzung und Krankheiten zu kämpfen gehabt, die ihn immer wieder zurückwarfen. Lange war nicht klar, ob er den Sprung zurück ins Zweitligateam wieder schaffen würde. In der vergangenen Saison fasste Baumbach nach und nach Fuß. Allerdings hatte der 27-Jährige als Co-Trainer, gemeinsam mit Klaus Hüppchen, auch noch andere Aufgaben zu erfüllen.

In der kommenden Spielzeit wird sich Baumbach ausschließlich auf seine Spielertätigkeit konzentrieren. „Seit einem halben Jahr bin ich wieder konstant fit“, sagt Baumbach. In der nächsten Saison will er noch eine Schippe drauflegen – und seine zweite Aufgabe abgeben. Weil Baumbach aus beruflichen Gründen nicht an allen Trainingseinheiten – vor allem an den Vormittagen – teilnehmen kann, will er die Zeit ausschließlich und „intensiv“ dazu nutzen, an der eigenen Fitness zu arbeiten. „Da kann ich keine Trainertätigkeiten übernehmen“, sagt Baumbach. „Perfekt ist so eine Sonderlösung natürlich nicht.“

Die Alternative sei gewesen, eine Klasse oder zwei Klassen niedriger zu spielen. „Ich wollte aber unbedingt in Bittenfeld bleiben und freue mich riesig, dass der Verein diesen Kompromiss eingeht“, sagt Baumbach. „Das ist eine tolle Sache für mich.“

Günter Schweikardt ist überzeugt davon, dass Jens Baumbach dem TVB weiterhelfen wird. „Ich denke, er hat seine kränkelnde Phase überwunden und ist jetzt stabil“, sagt Schweikardt, lobt Baumbachs „sehr gute technische Fähigkeiten“ und seine positiv Ausstrahlung. „Wir sind froh, dass wir ihn haben.“

Die Bittenfelder werden also auch in der nächsten Saison die Linksaußenposition mit Baumbach und dem jungen Marcel Lenz (20) besetzt haben. „Marcel hat einen großen Schritt gemacht“, sagt Günter Schweikardt. „Diese Entwicklung muss aber weitergehen.“

Die Sorgen auf Linksaußen ist Schweikardt los, auf der anderen Seite gibt’s nach wie vor Handlungsbedarf: Ein Nachfolger für Sebastian Seitner ist noch nicht in Sicht. Offen ist nach wie vor, ob der TVB erneut das Zweifachspielrecht für Kai Häfner beantragen wird.