Interview mit Klaus Hüppchen

1. Wann haben Sie die Verantwortlichen des TV Bittenfeld angesprochen und

Ihnen das Co-Trainer-Amt angeboten?
Kontakte nach Bittenfeld gab es schon seit einiger Zeit, diese wurden seit
November intensiviert. Zu diesem Zeitpunkt wurde über die Möglichkeit für eine Tätigkeit beim TV Bittenfeld gesprochen. Dem außergewöhnlichen (Jugend-)Konzept des TVB gehörte sowieso schon mein Interesse. Erst durch die kurzfristig geänderte Situation im Trainerbereich der Zweiliga-Mannschaft entstanden dann auch dort konkrete Aufgabenbereiche.

2. Haben Sie sofort zugesagt, oder mussten Sie erst ein wenig überlegen?

Da ich außer meiner Familie und Handball sonst wenige Hobbies habe, brauchte
ich nachdem die Randbedingungen geklärt waren, nicht lange zu überlegen.

3. Viele Köche verderben den Brei – so lautet ein Sprichwort. Ist die
Gefahr auch beim TVB diesbezüglich groß? Immerhin gibt es mit Ihnen,
Günther Schweikardt und Jens Baumbach ein Trainer-Trio.

Die Konstellation in einem Trainertrio zu arbeiten, bietet eine sehr große Chance
die vielfältigen Aufgaben um eine Zweitliga-Mannschaft sehr professionell zu bewältigen. Deswegen sehe ich das durchweg positiv in einer Konstellation mit Günter Schweikardt und Jens Baumbach zu arbeiten. Ein anderes Sprichwort lautet: „Das Geheimnis eines Teams ist, jeder gibt alles dazu und am Ende kommt mehr heraus als die Summe der Einzelbeiträge“. Das leben wir vor und erwarten wir aber auch von der Zweitliga-Mannschaft in ihrer Vorbildfunktion.

4. Wie sind die Aufgaben verteilt, was ist Ihre Hauptaufgabe?

Meine konkreten Aufgabenbereiche sind beispielsweise der Abwehrblock mit
Torwarttraining, das Athletiktraining und den allgemeinen Fitnesszustand der Spieler.

5. Wo sehen Sie derzeit die Stärken und Schwächen der Mannschaft?

Als Ziel wollen wir wieder, ein aus einer soliden Abwehr heraus
begeisterungsfähiges trickreiches Handball-Event bieten. Was auch der Mentalität der Mannschaft entspricht, und auch erfolgreich sein wird, und uns als kurzfristiges Ziel den Klassenerhalt ermöglicht. Womit schon einiges, was uns auszeichnen wird, genannt ist.

6. Ist die Trainerlösung längerfristig angedacht, oder soll das Trio nur
bis zum Saisonende seine Arbeit tun und den TVB vor dem Abstieg retten?

Unsere Zielsetzung ist in der vorigen Frage erläutert. Und natürlich geht es um das
Wohle des Vereins und das Weiterleben der Bittenfelder Handballschule. Diese ist in erster Linie durch Inhalte definiert, braucht allerdings engagierte Personen zum Verwirklichen der Inhalte. Das gilt genauso für das Aushängschild die Zweiliga-Mannschaft, und es sind in den kommenden Jahren gewaltige Aufgaben die bevorstehen. Also wird auch in Zukunft die bestmögliche Konstellation angestrebt.

7. Sie wohnen in Freiberg am Neckar, arbeiten in Untergruppenbach und
fahren täglich noch nach Bittenfeld. Ist der Aufwand nicht zu groß? Oder
sind Sie ein Handballverrückter?

Die Antwort steckt schon ein wenig in einer vorigen Frage und Antwort. Es ist
einfach so, dass Handball schon immer einen großen Stellenwert in meinem Leben hatte. Also man muss sich dann schon ein wenig darauf einstellen. Ich habe z.B. viele talentierte Spieler gesehen, die aber heut niemand mehr kennt. Die hatten einfach andere Lebensplanungen wie Handball. Es gibt aber Gesetze, die nicht von mit kommen, nach denen Leistungssport funktioniert.

8. Kennen Sie die Mannschaften der Zweiten Bundesliga oder mussten Sie sich
in den vergangenen Wochen viele Videos anschauen?

Viele Mannschaften der Bundesligen kenne ich, nicht nur wegen meiner Kontakte,
sondern weil ich auch oft Spiele, anschaue. Und dann faszinieren mich die Details, warum und wie etwas funkioniert.

9. Sie haben gerade Ihre A-Lizenz bestanden. Waren die Lehrgänge hilfreich
für ihre neue Arbeit?

Diese Lizenz habe ich jetzt seit 1/2009, aber viel wichtiger als die Lizenz, sind die
daraus resultierenden Kontakte und selbstverständlich die immensen Inputs aus den
Lehrgängen. Damit will ich noch mehr ein qualifizierter Ansprechpartner, ein Visionär sein, um viele Dinge des Handballs weiterzu(er)leben und zu bewegen.

10. Wo glauben Sie, wird Ihr neuer Verein am Saisonende stehen und
warum?

Als Ziel wollen wir wieder, ein aus einer soliden Abwehr heraus begeisterungsfähiges trickreiches Handball-Event bieten. Was auch der Mentalität der Mannschaft entspricht, und auch erfolgreich sein wird, und uns als kurzfristiges Ziel den
Klassenerhalt ermöglicht.